Einzugsgebiet der Saale

Die Saale entspringt im Fichtelgebirge, fließt durch den Thüringer Wald und dessen Vorland, kreuzt das Thüringer Becken ebenso wie die Magdeburger Börde und mündet letztendlich nördlich von Calbe in die Elbe. Auf ihrem Weg fließen einige große Nebenflüsse, wie die Ilm, die Unstrut, die Weiße Elster und die Bode in die Saale. Insgesamt entwässert sie ein Einzugsgebiet von 23719 km², gemessen ab der Messstation Calbe- Grizehne. Im Hinblick auf die Ländergrenzen befindet sich der größere Teil des Saale- Einzugsgebietes in Thüringen und Sachsen- Anhalt, kleinere Teile liegen in Sachsen, Bayern und Niedersachsen. Die Struktur des physischen Einzugsgebietes ist sehr verschiedenartig und lässt sich wie folgt skizzieren:

 

Topografie:  Global betrachtet liegt das Einzugsgebiet der Saale in der Mitte von Deutschland. Der südliche Teil gehört zum Thüringer Wald, währenddessen der mittlere und nördliche Teil durch Becken- und Bördelandschaften bestimmt wird.

 

Geologie:  Das Einzugsgebiet ist charakterisiert durch Tonschiefergestein des Mittelgebirges, porösen Sandstein des Vorlandes, verkarsteten Kalkstein am Rand des Thüringer Beckens und die Keuperlandschaft und Flachlandsedimente der Bördenlandschaft.

 

Klima:  Das Saale Einzugsgebiet wird durch ozeanische Klimaverhältnisse beeinflusst. Es gibt eine typische Erhöhung des Niederschlages, welche stark mit der steigenden Höhenlage zusammenhängt. So fallen in der Magdeburger Börde 500 – 600 mm/Jahr und im Thüringer Wald >1300 mm/Jahr. Die durchschnittliche Temperatur zeigt ein entgegengesetztes Verhalten.

 

Landnutzung: Die Landnutzung spiegelt die oben aufgeführten physiographischen Eigenschaften wieder und ist regional spezifisch wie folgt charakterisiert:  Im Gebiet des Thüringer Waldes bestimmen Wälder den größten Teil der Landschaft. Auffällig in dieser südlichen Region sind auch die vielen Talsperren die dort zu finden sind. Im mittleren und nördlichen Teil, also in der Becken und Bördenlandschaft, findet man hauptsächlich unbewässertes Ackerland. Eine Ausnahme bildet der Harz im Nordwesten, denn dort herrschen auch wieder Laub-, Misch- und Nadelwälder vor.